Luberon
Die Provence. Die Grenzen der riesigen Region sind im Norden die Berge der Haut-Alpes, im Osten die italienische Grenze, im Süden die Mittelmeerküste zwischen Nizza und Marseille und im Westen das Rhônedelta. Wer an die Provence denkt, denkt meistens nicht an überfüllte Strände oder hohe Alpengipfel, sondern vielmehr an malerische Bergdörfer, mediterrane Landschaften und violett leuchtenden Lavendel- feldern. Diese ursprüngliche Provence-Landschaft findet man am ehesten in den beiden Departements Vaucluse und Bouches-du-Rhône. Hier liegen die für viele schönsten Landschaften der Provence, der Luberon, das Vaucluse- Hochplateau und die Alpillen.
Der Luberon ist ein sanft hügeliger langgestreckter Bergzug auf der Nordseite des Durance-Tales im Herzen der Provence. Wein, Obst, Gemüse und Lavendel sind die wichtigsten Produkte der Gegend, die außerdem durch steilwandigen Täler, ihre Höhlen und ihre und auf Felshängen thronenden, malerischen Dörfer bekannt geworden ist. Lange konnte sich diese Landschaft ihre karge Ursprünglichkeit bewahren. Doch mittlerweile ist auch diese Region vom Fremdenverkehr entdeckt und von finanzkräftigen Großstädtern als Feriensitz okkupiert worden. Allerdings finden sich Bausünden und Auswüchse des Massentourismus noch nirgendwo. Fast nirgends gibt sich die Provence typischer, als in diesem einsamen und entlegenen Landstrich. Außerhalb der Touristenzentren, prägen verträumte Dörfer das Bild. Historische Bedeutung erlangte der Luberon insbesondere in der Zeit der Verfolgung der Vaudois, die auch Waldenser genannt wurden.
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